Arbeitshilfen: Aufgabenbeschreibung
Aufgabenbeschreibung für Freiwillige
Jeder freiwillig Engagierte sollte zu Beginn seines Engagements eine Stellenbeschreibung erhalten, die
vom Freiwilligenkoordinator, ggf. in Absprache mit dem Team, erstellt wurde.
Die ausführliche Beschreibung der Aufgabe der/ des Freiwilligen steht darin im Mittelpunkt. Darüber hinaus sollten aber
auch die Rahmenbedingungen innerhalb der Organisation sowie die Erwartungen an die/den Freiwilligen bedacht werden.
Die Vorteile einer Stellenbeschreibung liegen in der eindeutigen Festelegung des Verantwortungs- und der
Zuständigkeitsbereiches der/des Freiwilligen. Die Grenze zwischen hauptamtlichen freiwilligen Aufgaben sollte
dabei klar definiert werden.
Leitfragen
Mit Hilfe der folgenden Fragen können Sie für jede Tätigkeit,
die ein/e Freiwillige/r übernehmen soll, eine Aufgabenbeschreibung
entwickeln.
Beteiligen Sie bei der Beantwortung alle haupt- und ehrenamtlichen
Mitarbeiter, die künftig mit der/dem Freiwillige/n zusammen arbeiten
werden.
1. Beschreiben Sie die Hauptaufgabe, die der/die Freiwillige künftig
übernehmen soll und geben Sie ihr eine Bezeichnung
(z.B. Schülerclubmitarbeiterin)
2. Welchen zeitlichen Rahmen wird diese Aufgabe umfassen (in Stunden pro Woche und ggf. insgesamt)
3. Wo soll der der Einsatz stattfinden (welcher Raum/ Schreibtisch steht zur Verfügung?)
4. Mit welchen Hauptamtlichen oder Freiwilligen wird der/die Freiwillige künftig zusammen arbeiten?
5. Wer arbeitet den/ die Freiwillige/n ein? Wer wird langfristig Ansprechpartner für die/den Freiwillige/n sein?
6. Was kann Ihre Organisation der/dem Freiwilligen anbieten (Fortbildungen, Versicherungsschutz, Unkostenerstattung, Bescheinigung der Tätigkeit)?
7. Welche Vorraussetzungen sollte die/der Freiwillige erfüllen?
8. Was könnte es für Freiwillige besonders attraktiv machen, sich gerade in Ihrer Einrichtung zu engagieren?
Die nötige Flexibilität und Offenheit gegenüber der/dem Freiwilligen
sollte bei einer Aufgabenbeschreibung unbedingt gewahrt bleiben. Sie
sollte genug Freiraum lassen, um auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse
der/des Freiwilligen einzugehen sowie ihre/seine Kompetenzen einzubeziehen.
Darüber hinaus kann die Möglichkeit bestehen, dass Freiwillige eine
Projektideen einbringen wollen. In diesem Fall sollte der/die FreiwilligenkoordinatorIn
gemeinsam mit dem/der Freiwilligen ein Konzept für das Projekt und eine
entsprechende Aufgabenbeschreibung für die/den Freiwilligen entwickeln.
Erstellt von Susanne Fechner, Landesfreiwilligenagentur Berlin - Treffpunkt Hilfsbereitschaft, März 2005

